Die ersten Stunden im Leben eines Stelzenläuferkükens
23. Juni 2010


Die folgenden Szenen konnten wir heute von einem der Tarnhäuschen an der Guadalhorce-Mündung beobachten. Aufgrund der Entfernung und der Luftturbulenzen sind die Aufnahmen nicht besonders gut, aber sie zeigen das Erlebte. Und das war ja sowas von drollig und schön!

Mama Stelzenläufer ist unruhig und beäugt immer wieder das Innere ihres Nests. Da tut sich doch was an einem Ei!

Und in der Tat! Wenige Minuten später sehen auch wir zum ersten Mal das gerade geborene Küken, das von der liebevollen Mutter mit ersten Kontaktaufnahmen willkommen geheissen wird auf dieser Welt:

Und schon eine dreiviertel Stunde später beginnt die Mutter, das Kleine vom Nest wegzulocken:

Obwohl es noch ganz wacklig auf den kleinen Beinchen ist, stolpert und hinfällt, versucht es artig, der Mutter zu folgen. Papa Flussregenpfeifer, der gerade die Eischalen seines eigenen eben geschlüpften Kükens weggebracht hat, beäugt die Szene neugierig:

"Komm, mein Kleines! Du bist als Nestflüchtling geboren und Du darfst jetzt nicht zurück ins Nest!" Mit grosser Geduld überzeugt die Mutter das Kleine immer wieder aufs Neue, ihr zu folgen. Mehrere Male breitet sie dabei die sicheren Flügel aus, damit das Küken sich unter ihr verstecken kann. Im Vordergrund ist auch der daumennagelgrosse Nachwuchs von Familie Flussregenpfeifer bei der Mama im Nest zu erkennen:

"Das machst Du wunderbar, mein Kleines! Schau mal, nun kannst Du schon laufen, ohne hinzufallen! Und das Wasser, wo Du Nahrung finden wirst, ist nicht mehr weit!":

Der stolze Herr Papa eilt auch herbei und nimmt Kontakt zu seinem Küken auf:

Kurz darauf sind Mutter und Tochter wieder alleine, aber nur, weil ...

... der Herr Papa eine ganz grosse Überraschung für sein Kleinstes hat. In Windeseile hat er seinen drei vor ihm geborenen Geschwisterchen die Erlaubnis gegeben, aus ihrem sicheren Versteck herauszukommen. Und die drei eilen herbei und begrüssen ihr neues Geschwisterchen neugierig im Beisein beider Eltern:

Die Familie ist nun vollzählig. Erst vor eineinhalb Stunden aus dem Ei geschlüpft, wird ...

... nun auch das kleinste Küken zusammen mit seinen Geschwistern von den Eltern ans Wasser geführt wird, wo sich die Kleinen sofort selbstständig ernähren:

Ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie schön und aufregend diese Szenen waren! Diese Fürsorge der Eltern ... dieses winzige Küken, das sich erst so unbeholfen bewegte und kurze Zeit später schon quirlig rannte ... es ist doch einfach wunderbar, dass man sich hinsetzt, anfängt zu beobachten und einem dann solche Szenen der Natur geschenkt werden. Ich hoffe, dass die Bilder ein bisschen von unserer Begeisterung und Bewunderung vermitteln können!

Herzliche Grüsse

Birgit

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